Raspberry Pi Fernwartungs-Neustart

Wie baue ich das voll-digitalisierte Hamsterrad?

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Raspberry Pi Fernwartungs-Neustart

Beitragvon Lostech » 19.04.2016, 11:11

Um den Raspberry Pi per Netzwerkfernwartung neu zu starten, benötigt man Telnet. Falls Telnet noch nicht installiert ist, ist in diesem Beitrag mit beschrieben, wie man den Telnet Server einrichtet.

Der Aufruf des Telnet Terminals erfolgt durch direkten Aufruf mittels des Telnet Befehls (der Windows Telnet-Client muss ggfs. erst installiert werden, siehe "Windows Features aktivieren oder deaktivieren". Unter Linux sollte Telnet standardmäßig vorhanden sein) und der IP Adresse des Raspberry Pi oder mittels des lokalen Netzwerknamens anstatt der IP Adresse. Beispiele:
Code: Alles auswählen
telnet 192.168.xxx.xxx
telnet raspberrypi
usw.

Alternativ kann man auch einen Telnet Client verwenden, wie z.B. KiTTY (Windows) oder PuTTY (Windows/Linux).

In das Telnet Terminal gibt man nun den Neustart Befehl ein:
Code: Alles auswählen
reboot
oder
Code: Alles auswählen
shutdown -r now


Je nach installiertem Image wird der Raspberry Pi nun unter Umständen nicht neu starten, da die Berechtigung hierfür fehlt. Umgehen kann man dies durch die Verwendung des sudo Befehls:
Code: Alles auswählen
sudo reboot
oder
Code: Alles auswählen
sudo shutdown -r now


Wenn man nun den Reboot öfters benötigt, kann man das auch per anklickbarem Script erledigen, hierfür sollte allerding der Raspberry Pi eine feste IP Adresse haben.
Unter Windows geht dies z.B. mit einem VB Script. Öffnet einen Texteditor, kopiert die Scriptvorlage hinein, passt die Werte an (!!!) und speichert dies als Datei mit der Dateiendung ".vbs". Diese könnt ihr dann per Doppelklick starten und bei korrekter Konfiguration sollte über den Windows Telnet-Client automatisch die entsprechenden Login Eingaben sowie der Reboot Befehl erfolgen.
Hier die Scriptvorlage für die Beispiel IP Adresse 192.168.0.100, mit Benutzer "Pi" und Passwort "raspberry". Die Werte müsst ihr natürlich eurer Konfiguration gemäß anpassen:
Code: Alles auswählen
Set wshShell = CreateObject("Wscript.Shell")

wshShell.Run "telnet 192.168.0.100", , False

WScript.Sleep 1000
wshShell.SendKeys "pi", True
wshShell.SendKeys "{ENTER}", True

WScript.Sleep 1000
wshShell.SendKeys "raspberry", True
wshShell.SendKeys "{ENTER}", True

WScript.Sleep 150
wshShell.SendKeys "sudo reboot", True
wshShell.SendKeys "{ENTER}", True

WScript.Sleep 500
wshShell.SendKeys "^C", True
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Re: Raspberry Pi Fernwartungs-Neustart

Beitragvon speedyhb » 03.05.2016, 12:13

Hallo Lostech,

da Du den DV4mini in Betrieb hast nehme ich mal an das Du Funkamateur bist. Ist das richtig ? Wenn ja, wie ist Dein Rufzeichen ?

73 +55

Manfred
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Re: Raspberry Pi Fernwartungs-Neustart

Beitragvon Lostech » 03.05.2016, 12:33

Nee, ich selber hab schon sehr lange mit der reinen Funktechnik nichts mehr zu tun obwohl ich ursprünglich mal meinen KE Brief mit FR Funktechnik gemacht habe. In der Familie ist aber jemand, der 2 von den Dingern nutzt und mir damit mangels eigenen PC Kenntnissen rein wartungstechnisch ziemlich auf die Nerven geht, weil alle Nase lang was nicht so klappt wie es soll.... x(

Ein DV4mini ist selbst aufgebaut auf einem Raspi2 mit DV4 Mini Stick und der zweite DV4mini ist letzte Woche als Komplettlösung mit aufgesetztem Touchscreen angeschafft worden.
In meinen Augen ziemliche Basteldinger, mit denen letztendlich ich mich rumplagen muss. :(

Bei der DV4mini Komplettlösung ist die Mechanik schlecht gelöst, da der DV4mini Stick im Gehäuse wie ein Hebel die SD Karte mechanisch auswerfen kann und dann sucht man erstmal nen Fehler, der keiner ist... Als Abhilfe am besten irgendwas als Abstandhalter mit ins Gehäuse klemmen, damit der DV4mini kein Spiel in Richtung Raspberry Pi hat. Die USB Powerbank müsste ich auch bei Gelegenheit mal etwas fixieren, sonst rutscht die in ihrem Fach dauernd hin und her.
Zudem war das Teil schlecht zusammengebaut, da der Touchscreen immer noch mit der Verpackungsschutzfolie beklebt war und man erst das ganze Teil auseinander bauen musste, um die abziehen zu können.
:nono:
Geändert habe ich auch das WLAN in einen externen WLAN Stick mit kleiner Antenne, da der originale USB Mini WLAN Dongle zuviele Empfangsprobleme hat, unter Umständen ist der auch zuviel abgeschirmt durch den USB Winkelstecker, der am benachtem USB Port hängt. Aber das wird man im Dauereinsatz erst richtig sehen, obs nur daran liegt oder eventuell auch die Software irgendwo noch einen Schuß weg hat, wie ich vermute.

Beide DV4mini sind leider auch generell erstmal ohne Fernwartungszugriff, selbst Telnet muss man erstmal nachinstallieren. Wobei das gerade bei diesen Teilen Sinn macht, die über Fernzugriff bzw. VNC zu betreiben und man sich so Monitor und Tastatur spart. Für die 2-3 Einstellungen, die man ab und zu in der DV4mini Software macht reichts allemal. Auch vom Tablet aus kann ich dann wartungstechnisch drauf zugreifen, wobei ich das bei der Komplettlösung erst noch so einrichten muss, aber mangels Zeit noch nicht dazu gekommen bin.
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Re: Raspberry Pi Fernwartungs-Neustart

Beitragvon speedyhb » 03.05.2016, 15:40

Hallo Lostech,

alles klar Ich habe den DV4mini hier nur am PC laufen. Das geht super.

Gruss
Manfred
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Re: Raspberry Pi Fernwartungs-Neustart

Beitragvon Lostech » 04.05.2016, 08:01

Prinzipiell funktioniert das mit dem DV4mini am Raspi. Vorteil des Raspi ist, den kann man als Gateway durchlaufen lassen, da der wesentlich weniger Strom benötigt als jeder PC.
Aber insgesamt betrachtet, ist das Ganze halt nicht vergleichbar mit einem richtigem Gerät, das direkt als Standalone Gerät konzipiert wurde.
Aber im Moment müssen die Dilettanten der Telekom schauen, daß die Telefon und DSL wieder ans laufen kriegen. :angry:
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