"Audio Video Suite MPEG2 Shrink und Konvertierung Anleitung" by Lostech

Audio Video Suite MPEG2 Shrink und Konvertierung Anleitung V1.0


Mit Hilfe der Audio Video Suite Basis Anleitung ist es möglich, MPEG2 Aufnahmen aufzubereiten. In manchen Fällen ist es jedoch hilfreich, diese MPEG2 Dateien zu shrinken oder andere Videoformate nach MPEG2 zu konvertieren. Diese Kurzanleitung erläutert nun Möglichkeiten hierzu. Die erste Methode ist relativ einfach, läßt aber keine Bearbeitung des Videoinhaltes durch Filter zu.
Wenn Filter wie Deinterlacing oder Senderlogoentfernung benötigt oder eine Film konvertiert werden soll, der nicht auf MPEG2 basiert, dann muss die zweite Methode angewandt werden.







Inhalt


Einleitung
Kurzanleitung MPEG2 shrinken mit DGIndex und HC Encoder
Kurzanleitung MPEG2 shrinken/enkodieren mit VirtualDub, AviSynth und HC Encoder
Audio Video Suite Basis Anleitung
Auflistung der Bezugsquellen/Versionsangaben der einzelnen Programme
Info über Audio Video Suite




Kurzanleitung MPEG2 shrinken mit DGIndex und HC Encoder


Um eine vorhandene MPEG2, VOB oder M2V Datei zu shrinken, öffnet man diese Datei in DGIndex und speichert ein DGIndex Projekt (*.d2v).
Dieses DGIndex Projekt öffnet man nun im HC Encoder, stellt hier nun die gewünschte neue Dateigröße, sowie die weiteren gewünschten Eigenschaften, wie Aspect Ratio etc., ein. Als Encoder Profile wählt man "best" aus, um die Qualitätseinbußen durch das Shrinken möglichst gering zu halten. Nun kann man den HC Encoder starten und erhält eine neue M2V Video Datei.
Falls man nun wieder eine MPEG2 Datei mit Audio möchte, muss diese M2V Datei erneut mit den dazugehörigen Audiodatei(en) gemultiplext werden, z.B. mit dem IMAGO-MPEG Muxer.
Liegt die Audio Datei nicht als einzelne Datei vor, so kann man durch demultiplexing wie in der Basisanleitung unter Punkt 3.2) MPEG Aufnahmen mit ProjectX demultiplexen beschrieben, auch die Audio Spur aus einer MPEG2 oder VOB Datei extrahieren. Es ist aber auch mit DGIndex möglich, indem man statt nur ein DGIndex Projekt zu speichern, "Save Project and demux Video" oder "Demux Audio-Only Stream" auswählt.
Aus M2V Dateien kann keine Audio Datei extrahiert werden, da dies reine Video Dateien ohne Audio sind.

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Kurzanleitung MPEG2 shrinken/enkodieren mit VirtualDub, AviSynth und HC Encoder


Bei dieser Methode kommt prinzipiell das gleiche Verfahren, wie in Kurzanleitung Frame Serving mit VirtualDub und AviSynth für Fortgeschrittene beschrieben, zum Einsatz.
Man startet VirtualDub und öffnet eine Filmdatei. Im Gegensatz zu Methode 1 ist es so auch möglich, Filmdateien zu Ausgangsmaterial zu verwenden, die nicht auf MPEG2 basieren, wie z.B. AVIs, Flash Filme, Matroska usw.
In VirtualDub konfiguriert man nun optional noch seine gewünschten Filter. Sollte das Ursprungsmaterial größer oder kleiner als die PAL Auflösung von 720x576 Bildpunkte sein, so kann man in VirtualDub noch ein Resizing durchführen. Hierbei sollte man jedoch beachten, daß man im Gegensatz zur AVI Erzeugung nicht nur 4:3 Filmaterial auf die Größe 720x576 Bildpunkte anpasst, sondern auch das 16:9 Filmmaterial. Es ist nicht notwendig, 16:9 Material in VirtualDub zu entzerren, dies geschieht später bei der MPEG2 Neukodierung im HC Encoder automatisch, durch setzen des Aspect Ratio auf 16:9, um ein anamorphes Video zu erzeugen.
Im Menü "File" aktiviert man anschließend den Menüpunkt "Start frame server..." und man wird nun aufgefordert eine Datei zu speichern. Diese (VDR) Datei enthält keine Filmdaten, sondern nur einen Verweis, wo der Frameserver später die Daten bereit stellt.
Jetzt wird ein AviSynth Skript benötigt, das auf die Datei verweist und über AviSynth die Daten an einen Encoder liefern kann. Das Skript ist eine einfache Textdatei, in dem diverse Bearbeitungsschritte festgelegt sind.
Der Inhalt eines minimalen AVS Skripts sollten so aussehen:

Videoclip=AVISource("test.vdr")
ConvertToYV12(Videoclip,false)

Der Befehl Videoclip=AVISource("test.vdr") dient als Quellangabe zur VDR Datei von VirtualDub und die Pfadangabe zur VDR Datei muß natürlich an den tatsächlichen Pfad und Dateinamen angepasst werden oder die AVS Datei muß im gleichen Ordner wie die VDR Datei gespeichert werden!
Dieses AviSynth Skript öffnet man nun im HC Encoder, stellt hier nun die gewünschte neue Dateigröße, sowie die weiteren gewünschten Eigenschaften, wie Aspect Ratio etc., ein. Als Encoder Profile wählt man "best" aus, um die Qualitätseinbußen durch das Shrinken möglichst gering zu halten. Nun kann man den HC Encoder starten und erhält eine neue M2V Video Datei.
Falls man nun wieder eine MPEG2 Datei mit Audio möchte, muss diese M2V Datei erneut mit den dazugehörigen Audiodatei(en) gemultiplext werden, z.B. mit dem IMAGO-MPEG Muxer.
Liegt die Audio Datei nicht als einzelne Datei vor, so kann man durch demultiplexing der ursprünglichen MPEG oder VOB Datei, wie in der Basisanleitung unter Punkt 3.2) MPEG Aufnahmen mit ProjectX demultiplexen beschrieben, auch die Audio Spur extrahieren. Es ist aber für MPEG2 oder VOB Dateien auch mit DGIndex möglich, indem man "Demux Audio-Only Stream" auswählt.
Aus M2V Dateien kann keine Audio Datei extrahiert werden, da dies reine Video Dateien ohne Audio sind.
Aus AVI Dateien ist es z.B. mit AviDemux möglich, die Audiospur zu extrahieren. Zu beachten ist hier, daß in AVI Filmen auch oftmals Audio Codecs verwendet werden, wie AAC oder MP3, die nicht direkt mit MPEG2 Video zu einem abspielbaren MPEG Film gemultiplext werden können, da hierfür nur die Audioformate MP3 und AC3 erlaubt sind. Solche Audiodateien müssen also vor dem Multiplexing erst nach AC3 oder MP2 konvertiert werden.

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